Inklusive Pfingstfreizeit
Inklusive Pfingstfreizeit 2026
Vom 25. bis 29. Mai fand auf dem Jugendfreizeitgelände Rücklenmühle, in langjähriger Kooperation zwischen dem Kreisjugendring Augsburg-Land und dem Fritz-Felsenstein-Haus aus Königsbrunn die inklusive Pfingstfreizeit unter dem Motto „Die vier Elemente – Feuer, Wasser, Erde und Luft“ statt.
25 Kinder, mit und ohne Beeinträchtigung erlebten vor Ort eine Sommerwoche in der Langweile keinen Platz fand. Das Programm umfasst Workshops in Kleingruppen und Großgruppen-Aktionen passend zum Motto, wobei das Tagesprogramm je nach Element gestaltet wurde. Ein Team aus ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern wurde dabei von zwei Fachkräften aus dem Fritz-Felsentein-Haus ergänzt; die Gesamtverantwortung lag bei Lisa Sauer, Referentin für Inklusion beim KJR. Inklusion ist für den KJR nichts Neues: seit vielen Jahren ist Inklusion im KJR eine wichtige Querschnittsaufgabe. Diese Freizeit bietet auch Raum für Kinder mit komplexeren Beeinträchtigungen, ermöglicht durch den nochmals höheren Betreuerschlüssel. Unterschiedliche Workshops fördern die gesamte Gruppe, etwa in den Bereichen Sozialkompetenz, Kommunikation und Motorik; immer im Fokus dabei unser Leitgedanke- Unterschiede sind normal und jedes Kind bringt dennoch seine Stärken in der Gruppe ein. Durch die gemeinsame Woche konnten Berührungsängste abgebaut sowie Selbstbewusstsein und Sozialkompetenz aller Kinder gestärkt werden.
Die Übernachtung vor Ort ist für viele Kinder ein Highlight, oft das erste Mal übernachten ohne Eltern in einem geschützten Rahmen. Die Beziehungsarbeit mit den Eltern im Vorfeld ist ein wichtiger, zeitintensiver Faktor für gelingende Inklusion, da Eltern beeinträchtigter Kinder oft auf Ablehnung und Unsicherheit stoßen und die Anmeldung für eine Ferienbetreuung eine Hürde darstellt. Gelingt die Anmeldung und fühlen sich die Eltern gut informiert, steigt die Sicherheit und am Ende der Woche der Stolz über das Geschaffte. Grundsätzlich ist der Bedarf an Inklusion im Landkreis hoch, bedingt durch personelle und finanzielle Einschränkungen ist vieles nur sehr langfristig umsetzbar. Unterstützt wurde die Maßnahme durch die Firma Geldhauser welche die unentgeltliche Beförderung eines Kindes übernahm, durch die Centa und Theo Tiefenbacher Stiftung mit der Übernahme der Teilnahmegebühr eines Kindes sowie durch eine Spende der Firma Scheiffele-Schmiederer KG. Ohne die finanzielle Unterstützung wäre solch eine Maßnahme nicht möglich.